Dr. Michael Stricker

Ehrenamt als soziales Kapital

Partizipation und Professionalität in der Bürgergesellschaft

17x24 Softcover: 186 Seiten Erscheinungsjahr: 2007 ISBN: 9783895746284
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In den letzten Jahren haben die Begriffe „Zivilgesellschaft“, „Bürgergesellschaft“ und „Sozialkapital“ erheblich an Popularität gewonnen. Mit der zunehmenden Krise des Wohlfahrtsstaates wird der Ruf nach individueller und gesellschaftlicher Selbsthilfe immer lauter.
Die Studie beleuchtet bürgerschaftliches Engagement unter dem Leitbegriff des Ehrenamtes. Kernstück ist eine schriftliche Befragung der beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ehrenamtlich Tätigen. Die Auswahl eines großen Wohlfahrtsverbandes erfolgte deshalb, weil gerade Kirchen, Parteien und Verbände darüber klagen, dass sie keine Menschen mehr finden würden, die zum Engagement in ihren Organisationen bereit wären.

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Die Studie zeigt, dass die beim ASB tätigen Ehrenamtlichen zum größten Teil sozial abgesichert, vergleichsweise jung und vorwiegend männlich sind. Sie verfügen zumeist über eine gute Bildung, kommen hauptsächlich aus Ein- bzw. Zweipersonenhaushalten und sind lokal verwurzelt. Ein hoher Anteil hat sich durch Schulungen für das Ehrenamt qualifiziert und wirkt regelmäßig an der Aufgabenerfüllung in den traditionellen Aufgabenfeldern mit. Die Analyse zeigt, dass freiwilliges Engagement weder zurückgegangen ist noch Veränderung im Sozialprofil der Ehrenamtlichen in den letzten 25 Jahren stattfanden. Der vielfach diskutierte Wandel im Engagementverhalten führte also nicht erst heute zum Ausschluss bildungsferner Bevölkerungsschichten, sondern bereits vor Jahrzehnten. Der Autor liefert wichtige Beiträge zur Gestaltung des gesellschaftlichen Sozialkapitals in Deutschland. Die Arbeit wurde mit dem Jahrespreis 2006 der Duisburger Universitätsgesellschaft für herausragende Leistungen ausgezeichnet.